Lesen Sie hier eine von vielen Erfolgsgeschichten von dieInkasso AG, über einen verschuldeten Klempner, welcher nun sein Glück im Gastro- und Eventbereich mit Helikopterflügen versucht und dabei dem weiteren, finanziellen Absturz näher ist, als einem entsprechenden Höhenflug…

Als wir im Januar 2018 einen B2B-Inkassofall über mehrere tausend Franken von einem unserer grössten Kunden aus der Getränkeproduktion und -Distribution erhielten, dachten unsere Sachbearbeiter zunächst, der Fall sei kurzfristig uneinbringlich, da der Schuldner, nennen wir ihn *Franco Möller, gemäss Betreibungsauskunft mit einer halben Million CHF in der Kreide steht. *(Namen geändert)

Der Fall wurde daher unseren Inkassospezialisten für eine eingehendere Fallanalyse übergeben. Diese stellten nicht nur fest, dass Franco Möller kein gewöhnlicher Beizer ist, sondern Helikopter-Rundflüge und exklusive Flüge zu Firmen- und Gourmet-Events auf irgend einer Alp, mit allem Drum und Dran, anbietet.

Aussergewöhnliche Hochzeits- und Romantikausflüge mit Fotoshootings gehören genauso zum Angebot, wie In- und Ausland-Taxiflüge für den VIP Jetset und solche, die es gerne wären.

Doch besitzt der Schuldner tatsächlich eine eigene Helikopterflotte und ein florierendes Transportunternehmen, wie seine beiden Webseiten mit Firmenlogo auf den Helikoptern und exklusivem Firmendomizil direkt am Flughafen suggerieren wollen?

Leider nein, alles nur täuschend echte Fotomontagen und dreiste Fehlinformationen. Möller besitzt keine eigenen Hubschrauber. Diese werden von ihm lediglich gechartert. Dies bestätigt auch die lange Liste von Betreibungen und Verlustscheinen, auf welcher es nur so von in- und ausländischen Helikopterunternehmen wimmelt, welche bisweilen ebenfalls auf die Begleichung offener Forderungen seitens Franco Möller warten.

Doch wir arbeiten auch daran… Die meisten dieser Unternehmen haben uns nämlich inzwischen ihr Inkassomandat übergeben, als sie erfahren haben, dass wir beim vermeintlich hoffnungslosen Fall „Franco Möller“ erfolgreich waren.

Wie konnten wir den hoch verschuldeten und somit offiziell mittellosen Schuldner, dennoch zur Begleichung unseres Inkassofalles bewegen?

Während unserer gütlichen Inkassophase, gelangte Herr Möller mit der Bitte um Ratenzahlung an uns, welcher wir (in Anbetracht der Umstände) noch so gerne entsprochen hätten, wenn er die Abzahlungsvereinbarung unterzeichnet und sich auch an die vereinbarten Ratenzahlungen gehalten hätte. Doch leider waren dies einmal mehr nur leere Versprechungen und der Versuch, Zeit zu gewinnen und die Angelegenheit versanden zu lassen.

Während spätestens ab diesem Zeitpunkt viele Inkassounternehmen aufgeben und keine weiteren Ressourcen in den Fall investieren, wurden unsere Experten erst recht aktiv und recherchierten weiter. Diese Abklärungen ergaben letztlich folgendes: Der Schuldner hatte eine hängige Eintragung für ein Markenrecht beim Institut für geistiges Eigentum laufen, welche uns Rückschlüsse auf seine Gastroaktivitäten, in Zusammenhang mit Helikopterrundflügen erlaubte. Ferner konnten wir umfangreiches Event- und Mietmaterial dokumentieren, welches bei Herrn Möller gebucht bzw. gemietet werden kann. Ja sogar ein Bankkonto, auf welches seine Kunden nach erfolgter Buchung ihrer Flug-Events die nötigen Zahlungen leisten müssen, konnten unsere Spezialisten in Erfahrung bringen.

Aufgrund dieser Recherchen leiteten wir, trotz völliger Insolvenz des Schuldners, sofort die Betreibung ein. Erwartungsgemäss anerkannte der Schuldner die Forderung, weshalb wir umgehend die Fortsetzung der Betreibung auf Pfändung verlangen konnten und zwar explizit mittels Einpfändung des detailliert dokumentierten Event- und Mietmaterials und insbesondere des erwähnten Bankkontos.

Nur gerade 10 Tage später meldete sich Möller bei uns und wollte seine Schuld subito begleichen, er hätte jedoch nur ein kleines Problem: Sein Bankkonto sei aufgrund unserer Anweisung vom zuständigen Betreibungsamt gesperrt worden, er könne daher nicht alles auf einmal begleichen und würde uns gerne sofort eine grössere Teilzahlung leisten. Diese traf dann auch postwendend bei uns ein. An der Einpfändung hielten wir jedoch weiterhin fest, um den Zahlungsdruck auf den Schuldner aufrecht zu erhalten. Daher ermöglichten wir dem Schuldner den Rest in zwei weiteren Raten zu begleichen.

Noch im Juli des selben Jahres, zahlte der Schuldner die letzte Tranche (inkl. allen Inkassokosten) direkt dem Betreibungsamt, sodass wir den Fall zu unserer Freude und zur grossen Zufriedenheit unseres langjährigen Kunden, als weitere, exemplarische „Success-Story“ abschliessen konnten.

Solche Erfolgsgeschichten sind mit ein Grund dafür, weshalb uns seit gut 50 Jahren viele KMU, sehr grosse und renommierte Schweizer Unternehmungen aber auch international tätige Konzerne ihr Vertrauen schenken. Weil wir, ganz getreu unserem Leitsatz „höflich im Ton, konsequent in der Sache“, nicht nur erfolgreich und mit einem hohen Grad an Professionalität, sondern ebenso mit dem notwendigen Augenmass agieren.

von Olivier Piguet, Key Account Manager bei dieInkasso AG (erste Veröffentlichung auf LinkedIn)

Weitere Erfolgsgeschichten werden wir von Zeit zu Zeit hier veröffentlichen.