Aus der Medienmitteilung des Verbandes Schweizerischer Inkassotreuhandinstitute:

Der Verband Schweizerischer Inkassotreuhandinstitute (vsi) blickt auf ein erfolgreiches 2016 zurück und setzt seine 2014 beschlossene Strategie weiter um. Die erhobene Betriebsstatistik zeigt auf, dass die Zahlungsmoral in der Schweiz weiter sinkt und dass ausstehende Forderungen und Verlustscheine in der Schweiz zunehmen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt die hohen Gläubigerkosten auf, die mit dem Forderungsinkasso verbunden sind. Die Anzahl Beschwerdefälle gegen Mitglieder des vsi im Berichtsjahr zeigt eindrücklich, dass Konsumentinnen und Konsumenten weder zahlenmässig noch inhaltlich grosse Beanstandungen gegenüber den vsi-Mitgliedern erheben

Biel, 6. Mai 2017: Der vsi, Verband Schweizerischer Inkassotreuhandinstitute, ist die Nummer 1 der Schweizer Inkassobranche. Die im Verband organisierten Unternehmungen sind für das Inkasso von über 10 Milliarden Franken zuständig. Jährlich kommen über 700 Millionen Franken dazu. Ohne die Tätigkeit der Verbandsmitglieder würde die schweizerische Volkswirtschaft unter massiven Zahlungsausfällen leiden. Deshalb setzt sich der Verband für ein unternehmensfreundliches Umfeld und optimale wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein.

Der vsi blickt in seiner Verbandstätigkeit auf ein erfolgreiches 2016 zurück und dankt den zahlreichen Partnern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. „Wir setzen unsere 2014 beschlossene Strategie weiter um und wollen für die Branchenmitglieder eine starke Plattform bieten“, betont Eveline Küng, die seit mehr als einem Jahr die Geschicke des Verbandes als Präsidentin lenkt.

Die vom Verband erhobene Betriebsstatistik zeigt eindrücklich auf, dass die Zahlungsmoral in der Schweiz weiter abnimmt. Die Inkassoforderungen pro 2016 sind von 1.8 Milliarden CHF auf über 2 Milliarden CHF angestiegen. Das ist eine Zunahme von fast 13% gegenüber dem Vorjahr. Der Bestand der Verlustscheine stieg um 10% von 8 Milliarden CHF auf 10 Milliarden CHF und die Anzahl der einzelnen Verlustscheine stieg sogar um 12%. „Die Gläubiger in der Schweiz verlieren immer mehr Geld. Das ist auf die Dauer ein Problem für die Volkswirtschaft Schweiz“, doppelt Eveline Küng nach.

Am 6. März 2017 hat die Hochschule St. Gallen eine Studie mit dem Titel «Gläubigerschaden aus Zahlungsverzug» veröffentlicht. Diese kommt im Wesentlichen zum Schluss, dass Gläubigerunternehmen durchschnittlich 225 Minuten aufwenden, um ihre Forderung gegenüber dem Schuldner mit einer hohen Wahrscheinlichkeit durchsetzen zu können. Das entspricht pro Forderung rund CHF 280.–. Diese Gläubigerkosten sind Regulierungskosten, die schlussendlich dem Konsumenten überbunden werden, indem sie auf den Preis geschlagen werden müssen. „Der ehrliche Konsument bezahlt dadurch die Zeche für Schuldner, die nicht bezahlen wollen“, führt die Präsidentin vsi aus.

Im Jahre 2016 verzeichnete die Beschwerdestelle 30 Beschwerden, wobei sich 23 gegen Mitglieder des Verbandes richteten. Nur in 30% aller Fälle wurde ein Entscheid nötig, wobei 2016 kein vsi-Mitglied wegen Verletzung der Standesregeln gerügt oder gar aus dem Verband ausgeschlossen werden musste. Setzt man die ausstehende Forderungssumme der Schweizer Volkswirtschaft pro 2016 mit den 30 Beschwerdeeingängen in Relation, erhellt eindrücklich, dass auch die Konsumentinnen und Konsumenten weder zahlenmässig noch inhaltlich grosse Beanstandungen gegenüber der Inkassotätigkeit der Mitglieder des vsi erheben.

Quelle: https://www.vsi1941.ch/de/medien/medienmitteilungen.html

dieInkasso AG ist Mitglied im vsi (Verband Schweizerischer Inkassotreuhandinstitute) und im Vorstand durch Patrik Odermatt (Kassier) vertreten.